Die Zehn Körper des Kundalini Yoga

Anmerkung: Dieser Artikel erschien im Oliv-Magazin (März 2020) im Rahmen der Yonamo.


Im Kundalini Yoga wird weit mehr als der physische Körper trainiert. Mit unserem ganzen Wesen verfügen wir gemäss den Lehren von Yogi Bhajan über drei Geisteskörper, sechs Energiekörper und den sichtbaren, physischen Körper.

Während ein «normales» Fitnessprogramm hautsächlich am physischen Körper arbeitet, werden in einer Kundalini Yoga-Klasse mit speziell definierten Sequenzen alle zehn Körper stimuliert. Das führt dazu, dass beim Praktizieren sehr tiefe Erfahrungen möglich sind, unabhängig davon, wie fit oder yogisch bewandert jemand ist.

Kundalini Yoga-Übungen sind für die meisten Menschen einfach zugänglich. Trotzdem darf man beim Ausführen mächtig an Durchhaltewillen und Disziplin arbeiten – die dynamischen (Atem-)Übungen werden meist für mehrere Minuten ausgeführt und bringen unter anderem das Drüsensystem in Schwung. Beim Durchhalten kommt Unterstützung seitens von Mantren, die in dieser Technik oft gesungen oder rezitiert werden. Die gibt dem Geist gerade so viel tun, dass er nicht (zu weit) abschweifen und sich in der Wiederholung der Mantren entspannen kann.

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Überblick der Zehn Körper des Kundalini Yoga

1. Den Anfang macht unsere Seele. Der Seelenkörper ist einer der sechs Energiekörper. Die Seele ist das Zentrum unseres Seins, verbunden mit dem Unendlichen. Sie steht für Bescheidenheit und Demut, aber auch für Kreativität. Für einen ausgeglichenen Seelenkörper müssen Entscheidungen vom Herzen und nicht vom Kopf kommen. Oder anders gesagt; Intuition vor Intellekt.

2. Der Negative Geist ist unser zweiter Körper. Er ist dazu da, uns zu beschützen, auf Gefahren aufmerksam zu machen und achtsam vorauszuschauen. Er lässt uns sorgsam abwägen, Grenzen setzen und Bestehendes bewahren. Um Balance zu halten, braucht er Disziplin zum Erhören der inneren Stimme und gleichzeitig Vertrauen darin, dass nicht alles eine potentielle Bedrohung ist.

3. Der Positive Geist, unser dritter Körper, ist der Gegenspieler des Negativen Geist. Er hält Ausschau nach Befriedigung und Glück, ist verspielt und optimistisch. Ausser Rand und Band kann er sich entweder als unstet und leichtfertig zeigen oder, wenn nur schwach ausgebildet, zu sehr bestimmt vom Negativen Geist. Im Idealfall besteht ein Gleichgewicht von angemessener Vorsicht und einem vertrauensvollen Handeln.

4. Der vierte Körper ist der Neutrale Geist. Er ist sozusagen der perfekte, ausgeglichene Mix von Positivem und Negativem Geist und lässt sich nicht von Gefühlen und Gedanken aus der Ruhe bringen. Er steht für Service, Mitgefühl, Balance und Weisheit. Durch Meditation erhält er Zugang zum inneren Wissen.

5. Der Physische Körper ist das Wohnhaus der Seele, unser manifestiertes Dasein. Wir brauchen diesen fünften Körper, um auf der Erde tätig zu sein. Der Körper ist ein Instrument der Balance und ein Vehikel zum Weitergeben von Lehren. Für seine Gesundheit benötigt er Energie, Kraft und Flexibilität.

6. Die Bogenlinie (Energiekörper) verläuft von Ohr zu Ohr über den Kopf und ist unser sechster Körper. Sie ist das Zentrum der Aura. Ihre Eigenschaften sind Gerechtigkeit, Schutz, Wahrnehmung und Intuition. Sie steht für die Balance des Physischen und des Kosmischen. Atemübungen, Meditation und ein gesunder Lebensstil bringen die Bogenlinie in ihre Kraft.

7. Der siebte Körper ist die Aura (Energiekörper), ein elektromagnetisches Feld, das fast 3 Meter um unseren physischen Körper herum reichen kann. Eine starke Aura zeigt sich mit Charisma, Liebe und Güte und strahlt Sicherheit aus. Wie ein Schutzschild prallt Negatives an ihr ab. Die Aura lässt sich durch intensives Yoga, Meditation, Kampfkunst sowie das Tragen von weisser Kleidung aufbauen.

8. Der Atemkörper ist der achte Körper (Energiekörper). Sein Wesen ist die absolute, pure Lebensenergie, dazu Balance, Mut, Selbstaktivierung, Unerschütterlichkeit. Bei Schwäche richtet er sich zu stark nach äusserlicher Befriedigung wie Essen oder anderen Stimulanzien aus. Seine wahre Power erhält er jedoch durch alle Formen von Atemübungen und Bewegung.

9. Nummer 9 ist der subtile Körper (Energiekörper). Charakteristisch zeichnet er sich aus durch Ruhe und Gelassenheit, Einfühlsamkeit und Meisterhaftigkeit. Er kommt in seine volle Kraft durch Disziplin und Verbindlichkeit. Im Kundalini Yoga steht dafür das tägliche Praktizieren einer Sequenz oder Übung für 1000 Tage am Stück.

10. Der Strahlkörper ist die Nummer 10 (Energiekörper). Er lässt uns leuchten und königlich erscheinen. Dazu kommen Mut, Kreativität, ein kultiviertes Verhalten und ein Übertreffen von Erwartungen. Eine konsequente spirituelle Praxis hält den Strahlkörper auf Kurs.


Kundalini Yoga

Kundalini Yoga wird auch «das Yoga des Bewusstseins» genannt. Es enthält Körperübungen, Pranayama, Mantren, Meditation und Mudras (Handpositionen). Durch die Praxis sollen die 10 Körper stimuliert, alle Chakren in Balance gebracht und das eigene Potential, die Kundalini-Energie, entfaltet werden. 

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