Happy & Healthy: Veganer Kochkurs nach yogisch-ayurvedischen Prinzipien

Vegan und Yoga gehören zu meinen Lieblingsthemen, auch wenn ich hier zum Thema Yoga noch gar nicht so viel geschrieben habe. Das wird sich aber künftig ändern, da ich gerade mit viel Begeisterung und Freude meine Ausbildung zur Kundalini-Yogalehrerin absolviere.

Und die Philosophie des Ayurveda ist, zumindest aus indischer Sicht, eigentlich gar nicht vom Yoga zu trennen: Bewegung, Ernährung, Gesundheit auf allen Ebenen sowie auch Wohlbefinden und Zufriedenheit stehen in Wechselwirkung zueinander und beeinflussen sich somit gegenseitig.

Über Ayurveda wusste ich vor dem Kurs noch nicht so viel. Zwar hatte ich schon den ein oder anderen Artikel dazu gelesen, doch ich wollte mehr wissen. Denn wenn man sich mit Yogaphilosophie zu beschäftigen beginnt, steht Ayurveda ebenfalls immer irgendwie mit im Raum und winkt einem zu: „Hallo, ich bin auch hier!“

„Vegan – Ayurveda – Yoga“

So war ich sofort begeistert, als ich von Martin Schaubs neuem Kochkurs „Vegan – Ayurveda – Yoga“ erfuhr. Martin ist seit seiner Jugend in den 90er-Jahren Veganer und beschäftigt sich seit vielen Jahren intensiv mit den Lehren des Yoga und Ayurveda. Und er ist ein begeisterter Koch.

Mit seiner Partnerin Alexandra Berg, einer erfahrenen Yogalehrerin, habe ich übrigens schon mehrmals Yoga & Vegan Brunch-Kombis durchgeführt, und auch für den Sommer 2018 sind diese Events wieder in Planung.

Yoga-Retreat Ibiza

An dieser Stelle möchte ich noch auf einen weiteren Event von Alexandra und Martin hinweisen: ein Yogaretreat im Mai auf Ibiza. In frühlingshafter, ruhiger Atmosphäre ist die Insel ein wunderbarer Rückzugsort um Energie zu tanken und auszuspannen. Alexandra wird die täglichen Yogalektionen leiten, während Martin den Yogis köstliche Mahlzeiten auf den Tisch zaubert. Infos zum Retreat findest du hier: https://www.sankalpa-yogaretreats.com/yogaretreat-ibiza

Klein und fein: Kochkurs in persönlichem Rahmen

Aber zurück zum Kochkurs. Dieser findet in der gemütlichen Altbauwohnung von Martin und Alexandra, mitten in der Stadt Zürich, statt.

Zuerst gibt’s ein bisschen Theorie, aber keine trockene! Denn zu trocken soll nämlich auch das ayurvedische Essen, das einem für Yoga und insbesondere für die Meditation vorbereiten soll, nämlich nicht sein. Und aber, was für einige Lacher und Sprüche sorgte: auch nicht zu nass! ☺

Damit ist nicht gemeint, dass z.B. Suppe „verboten“ ist – Verbote gibt’s im Ayurveda sowieso nicht – sondern dass Gerichte nicht zu schwer sein sollten. Und auch nicht zu salzig, zu bitter, zu heiss, zu scharf oder zu sauer, sondern einfach angenehm wohlschmeckend und leicht verdaulich.

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Bilder: Alexandra Berg

Du bist, was du isst, denkst und tust

Nach dem bekannten Motto „Du bist, was du isst“ richten sich unter anderem auch die Gunas, die drei Urmaterien des Universums aus Sicht des Yoga:

  • Sattwa, das für Reinheit, Klarheit & Mitgefühl steht
  • Rajas, das für Veränderung, Bewegung, aber auch Unruhe und Gier steht
  • Tamas, das für Ignoranz, Trägheit und Gewalt steht

Aus yogischer Sicht will man natürlich das Prinzip des Sattva fördern und stellt sich in Bezug auf die Ernährung Fragen wie: Welche Lebensmittel und Zubereitungsarten sind sattvisch, stärken das Sattva? Welche Gerichte sorgen dagegen für mehr Rajas und Tamas und sind eher zu meiden?

Oder einfach, und ganz nichtyogisch gefragt: welche Nahrung erfüllt mich mit Zufriedenheit, langfristiger Gesundheit, bringt mir einen wachen Geist und einen Körper, der sich vital anfühlt? Was verhilft mir zu mentaler Balance und guter Stimmung? Nach welchem Essen fühle ich mich hingegen schlapp und unzufrieden und merke, dass es mir eigentlich nicht gut tut?

Die drei Gunas bilden auch die Basis für die wahrscheinlich bekannteren Doshas, die im Ayurveda dem Menschen seine individuelle Konstitution verleihen. Beim körperlich, geistig und seelisch gesunden Menschen sind die Doshas in Balance, d.h. in dem Zustand oder Verhältnis (quasi dem persönlichen und einzigartigen Stempel), die ihm von Geburt an mitgegeben wurden.

Besteht hier ein Ungleichgewicht, ist es das oberste Ziel, wieder in einen möglichst sattvischen Zustand zu kommen, also in Balance auf jeder Ebene. Diese Balance wiederum ist die Voraussetzung für ein gesundes und glückliches Leben, für einen klaren Geist und einen geschmeidigen, starken Körper.

Für Übungen und Meditation auf der Yogamatte. Und noch viel mehr: für das ganze restliche Leben.

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Streitpunkt Milch

Die meisten Yogatraditionen basieren auf einem vegetarischen Lebensstil. Damit ist auch der Verzicht auf Eier gemeint. Für Martin und Alexandra gehört zu den (modernisierten) sattvischen Prinzipien auch ein veganer Lebenstil hinzu, d.h. keine Milchprodukte. Denn diese beinhalten Gewalt und Ausbeutung an Tieren und wären somit dem Prinzip des Tamas zuzuschreiben. Tamas soll ja aber nicht gefördert werden.

Hier herrscht allgemein (leider!) bei den Yogis noch Uneinigkeit. Es ist jedoch zu hoffen, dass eine vegane Ernährung mehr und mehr als Notwendigkeit angeschaut wird, um gerade das geistige Prinzip des Ahimsa, der Gewaltlosigkeit, nicht zu verletzen.

6 Personen, 6 Gerichte

Mit dieser inspirierenden Einführung im Kopf geht’s ans Kochen. Im Ayurveda kocht man mit vielen verschiedenen, auch exotischen, Gewürzen, die aber mittlerweile in vielen Geschäften zu kaufen sind, z.B. in Bioläden.

Das Schnippeln, Raffeln, Auspressen und alle weiteren Vorbereitungen machen grossen Spass. Wir wuseln etwas umeinander rum, es herrscht eine muntere, produktive Stimmung. Zwischendrin versammeln wir uns kurz vor dem Herd, wo Martin entscheidende Schritte bei der Zubereitung der jeweiligen Gerichte erklärt.

Das spätere gemeinsame Essen ist ein Erlebnis für alle Sinne: schmackhaft, saftig, leicht und trotzdem sättigend. Und dazu noch in bester Gesellschaft. Sattvisch eben.

Der Kurs ist grandios und ich kann ihn dir nur von Herzen empfehlen. Alles dazu erfährst du unter www.veganer-kochkurs.ch.

Sei ganz herzlich gegrüsst

Sandra

Movement of Loveletter

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