Buchrezension "Vegan Love" von Lauren Wildbolz

Auch wenn ich selber keine Kinder möchte: Beim Lesen von Lauren Wildbolz’ Buch „Vegan Love“ wird mir warm um’s Herz. Denn obwohl es in diesem Buch hauptsächlich um die gesundheitliche Wissensvermittlung rund ums vegane Muttersein geht, so sickert schon im Vorwort der Autorin klar ihre ethische Motivation durch: vegan für die Gesundheit, aber eben auch für die Tiere und die Umwelt.

Dies sieht man schon dem wunderschönen blauen Cover an, auf dem die Schweizer Veganpionierin und ihre Tochter abgebildet sind, beide mit bunten Blumenkränzen auf den Köpfen und frischem Obst vor sich. Sweeeet :) Und einfach schön. Im liebevoll illustrierten Einband und zu Anfang jedes Kapitels begrüsst einen immer wieder eine Truppe verschiedener Tiere – von der Schnecke bis zum Fisch, vom Hasen bis zum Schwein. Der Grund warum ich dieses Buch gelesen habe, ist meine Arbeit als Vegan Coach.

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Vor Kurzem habe ich ja meine Ausbildung zur veganen Ernährungsberaterin abgeschlossen. Dabei wurde natürlich auch die vegane Schwangerschaft und Stillzeit thematisiert. „Vegan Love“ war und ist ein optimales Werk, um mich erneut in diesen Bereich zu vertiefen. 

Das Buch, das in Zusammenarbeit mit drei Aerztinnen und Aerzten entstand, betont die Wichtigkeit einer ausgewogenen, nährstoffreichen Ernährung vor und während der Schwangerschaft, während der Stillzeit und darüber hinaus. So lernt man gleich zu Anfang die vegane Ernährungspyramide kennen: bunt, frisch, vitamin-, mineralien- und ballaststoffreich.


Informiert und versorgt in jeder Phase


Bereits der Zeit vor der Empfängnis, wenn also eine Schwangerschaft geplant ist, wird ein eigenes Kapitel gewidmet. Darin wird betont, wie wichtig es ist, schon vor der Schwangerschaft eventuelle Nährstoffmängel zu beheben, z.B. die Eisenspeicher zu füllen, um eine gute Ausgangslange für die Schwangerschaft zu haben. 

Die weiteren Kapital sind: Vegane Ernährung in der Schwangerschaft, Vegane Stillzeit, Vegane Beikost im ersten Lebensjahr und Vegane Kleinkinderernährung im zweiten und dritten Lebensjahr. Mit „Vegan Love“ können sich werdende Eltern umfassendes Wissen für eine verantwortungsvolle vegane Schwangerschaft, Stillzeit, Baby- und Kleinkindernährung aneignen. Mit dem gründlichen Studium des Buches wird klar: auch mit einer rein pflanzlichen Ernährung ist es möglich, Mutter und Kind in all diesen Phasen ausreichend mit Nährstoffen zu versorgen.

Wunderbares Kochbuch


Und ganz wichtig: „Vegan Love“ ist auch ein super Kochbuch. Zu jedem Kapitel gibt’s passende Rezepte, bei denen einem auch das Wasser im Mund zusammenläuft, wenn man keineswegs schwanger, am Stillen oder ein Kleinkind ist :) Laurens Kreationen tragen klingende Namen wie Tempeh-Spiesse mit Erdnusssauce, Bananen-Gemüse Curry mit Dinkel-Bulgur oder Blaubeer-Tiramisù. Da kann man schon mal Appetit bekommen...

Liebe, Mitgefühl & Respekt


Aber vielleicht müsste ich jetzt endlich darauf kommen, wieso mir warm um’s Herz wird? Also, dann lasse ich es jetzt raus... Ich finde, es ist einfach ein wunderschönes Geschenk, einem Kind von Anfang an Werte wie Mitgefühl für alle Lebewesen mitzugeben, ihm zu zeigen, dass Liebe und das Recht auf ein glückliches, unversehrtes Leben für alle Spezies gelten darf. Und dass es keinen logischen Grund gibt, Unterschiede zwischen einer Kuh und einer Katze zu machen, einem Schwein und einem Hund. Dass jedes Leben Respekt verdient. Für mich ist es pure Liebe, einem Kind vorzuleben, sorgsame Entscheidungen gegenüber sich selbst und seiner Umwelt zu fällen. Ihm ein Bewusstsein dafür zu vermitteln, Dinge auch anders tun zu können, als es die grosse Masse macht. Und dass dies oft das Richtige ist – in jedem Lebensbereich.

Würde ich selber Kinder wollen, wäre es für mich sonnenklar, sie vegan zu ernähren. Es wäre für mich sogar undenkbar, es nicht zu tun. Tote Tiere in einem kleinen Kind? Kuhmilch von einer traurigen Mama, deren Baby längst nicht mehr bei ihr ist? Kleine Geschöpfe wie Hühner als Eierfabriken für mein Kind? Nein danke. Tiere sind genauso unschuldig und verletzlich wie Kinder. Sie sollten in grösstmöglicher Sicherheit und Freiheit leben können. 

Meine Kinder bekämen bunte Lebensmittel wie Früchte, Gemüse, Hülsenfrüchte und Vollwertgetreide, ich würde ihnen leckere vegane Kuchen backen, sie genussreich und gesund verwöhnen. Sie wären wunderbar versorgt, es würde ihnen an nichts fehlen. Sie bekämen ganz viel Liebe – auch über ihre Nahrung. Eben „Vegan Love“. Ich will zwar immer noch keine eigenen. Aber: ach wie schön ;) Das Buch „Vegan Love“ von Lauren Wildbolz ist im AT Verlag erschienen. Du erhältst es im guten Buchhandel oder online.*



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